Meine Werkzeuge. Auch für dich.
Post Hope Production ist keine Firma mit Abteilungen.
Ein Entwickler mit ADHS, ein Musikprojekt als Alltag,
drei Apps, die daraus entstanden sind.
Gebaut gegen konkrete Momente, in denen der Tag auseinanderfällt.
Was bleibt, weil ich es täglich öffne, steht hier.
Die vorhandene Software war nicht für meinen Kopf gemacht.
Ich habe ADHS und schreibe nicht gern. Was nicht in dreißig Sekunden festgehalten ist, ist weg, und was ich nicht wiederfinde, auch. Die meisten Werkzeuge sind für Menschen gebaut, die schon funktionieren. Meine entstehen aus dem Tag, an dem nichts klappt.
Ich habe nichts erfunden, das es nicht schon gibt. Ich habe die Lücke geschlossen, an der ich selbst immer hängen geblieben bin. Behalte den Überblick und get your shit done. Nicht mehr, nicht weniger.
Kendoshi
Projektmanagement für Menschen, die visuell arbeiten. Projekte als Board mit Gruppen und Status, Aufgaben in einer Zeile erfasst, der Tag in Blöcken statt in einer endlosen Liste.
Fälligkeit ist eine Deadline, der Tagesblock nur eine Absicht. Verschieben ändert nie das Datum – und eine ausgelassene Woche kostet nichts.
Die Daten liegen in deiner iCloud. Kein Konto beim Entwickler, kein Tracking, keine Werbung. Wer ein kleines Team hat, betreibt einen eigenen Server: gemeinsame Projekte ohne Rechnung pro Kopf.
Zimezumi
Ein Vault aus offenen HTML-Dateien: Text, Bilder, PDFs, Links und sogar Systemlinks zu Dateien auf der Festplatte haben Platz in einer Notiz. Geordnet nach Lebensbereichen statt nach Datenbanken, wiedergefunden über Farbe und Marker statt über Ordnerpfade.
Der Grund für HTML ist praktisch, nicht ideologisch. Ich bin visueller Denker. Eine Notiz ist für mich nicht nur Text, sondern ein Bild mit Anker. Genau das konserviert HTML, und es öffnet sich auf jedem Gerät in jedem Browser so, wie es gedacht war. Export als HTML, Markdown oder PDF geht jederzeit – die Dateien gehören dir, nicht der App.
Importiert werden kann alles, was Text ist: docx, Markdown, PDF, Code mit Syntaxerkennung, bis hin zu kompletten Obsidian-Vaults samt Ordnern und Anhängen.
Fotos, Links und weitere Anhänge kannst du auf iPhone und iPad über das Teilen-Menü an ZimeZumi senden, auf dem Mac über die Browser-Erfassung für Safari und Chrome. Alles landet zuerst in deiner INBOX; einordnen kannst du es später.
Switchy
Eine Menüleisten-App für macOS. Trigger halten – Maustaste oder Tastenkombination – und am Cursor erscheint ein Ring mit deinen Apps. Auf eine zeigen, loslassen, fertig. Zahlen-Slots von 1 bis 0 für die Programme, die du ständig brauchst.
Switchy ist die kleinste der drei. Sie löst kein großes Problem, sondern ein winziges, das hundertmal am Tag auftritt: den Weg zur richtigen App, ohne den Gedanken zu verlieren.
Zwei Apps, eine Idee.
Kendoshi sortiert die Arbeit, Zimezumi die Gedanken. Beide benutzen dieselbe Typografie, dieselben Kanten und dieselbe Regel: höchstens eine Farbe pro Fläche. Wer eine kennt, findet sich in der anderen sofort zurecht.
| Zimezumi | Kendoshi | |
|---|---|---|
| Wofür | Was wir wissen. Gedanken, Doku, Entscheidungen, Ergebnisse. | Was zu tun ist. Aufgaben, Projekte, Status, der Tag. |
| Für wen | Für persönliche Wissensorganisation. Inhalte weitergeben, ohne gemeinsame Bearbeitung. | Solo oder ein kleines Team von zwei bis zehn Leuten auf einem eigenen Server. |
| Wo die Daten liegen | Lokal im eigenen Vault, als offene HTML-Dateien. | In der eigenen iCloud. Team optional auf dem eigenen Server. |
| Was mich das gekostet hat | Jahre mit Notizen-Apps, in denen alles gleich aussah. | Ein Abo für ein Team, das den Preis nie ausgenutzt hat. |
KI ist nicht eingebaut. Deine KI darf andocken.
Ich schreibe im Alltag wenig. Ich werfe Gedanken und Aufgaben in die Inbox. Den Rest macht die KI.
Beide Apps können auf dem eigenen Rechner einen lokalen Zugang öffnen, über den ein selbst eingerichteter KI-Client sucht, liest, anlegt und aktualisiert. Der Eingang darf roh und unvollständig sein, weil das Auswerten und saubere Ablegen später passiert – und nicht von Hand.
Ehrlich bleiben heißt hier: Keine der Apps enthält ein Sprachmodell, und keine schickt von sich aus etwas an einen Anbieter. Der Zugang ist ein Transportweg für deinen eigenen Client, nur auf deinem Rechner erreichbar, mit eigenem Token und ab Werk ausgeschaltet.
Nicht die Funktion. Die Situation.
Der Wert liegt nicht in einer einzelnen Funktion, sondern darin, dass die Funktionen auf einen Ablauf abgestimmt sind, der ohne viel Schreiben funktioniert.
| Situation | Vorher | Jetzt |
|---|---|---|
| Gedanke unterwegs | Merken wollen, vergessen. Oder in eine App tippen, die drei Entscheidungen verlangt, bevor man schreiben darf. | Eine Zeile in die Inbox, roh und unsortiert. Sortiert wird später, und nicht von Hand. |
| Tagesbeginn | Eine Liste mit vierzig offenen Punkten, alle gleich laut. | Der Tag liegt in Blöcken, mit Vorschlägen. Die Entscheidungslast sinkt, weil die Auswahl schon getroffen ist. |
| Anfangen | Zwanzig Minuten suchen, welche Datei die richtige ist, und dabei drei andere Dinge anfangen. | Der Fokus legt die Aufgabe mit Schritten und Notizen auf – wie eine aufgeklappte Mappe, und alles andere ist weg. |
| Dokumentieren | Passiert nicht, weil Schreiben Überwindung kostet. | Plan, Entscheidung und Ergebnis landen über den lokalen Zugang direkt als Notiz, in einer Form, die später lesbar ist. |
| Etwas wiederfinden | Suchbegriff raten, in einem Ordner landen, in dem alles gleich aussieht. | Farben, Marker und Bereiche sind Erinnerungsanker. Man erkennt die Notiz, bevor man sie liest. |
| Etwas verschicken | PDF verliert die Struktur, Markdown kommt beim Gegenüber nicht an, docx bildet es nicht ab. | Eine komplette Notiz mit Anhängen als HTML, die überall so aussieht wie bei mir. |
| Abends | Das Gefühl, nichts geschafft zu haben, obwohl der Tag voll war. | Sichtbar, dass der Tag stattgefunden hat. Keine Punkte, keine Serie, die reißen kann, nichts, das ermahnt. |
Was dabei über die Zeit entstanden ist: ein sicheres Gefühl, nichts zu vergessen, und Kontrolle über den eigenen Alltag. Das ist der eigentliche Nutzen. Alles andere ist die Mechanik darunter.
Drei Regeln, die nicht verhandelbar sind.
Sie stehen hier, weil sie erklären, warum Funktionen fehlen. Was nicht informiert, ist nicht da – und was mich nach zwei Wochen nicht mehr interessiert, fliegt raus.
Erst für mich
Jede App löst ein Problem, das ich selbst habe. Benutze ich sie nach zwei Wochen nicht mehr, war es die falsche Idee.
Wenig, aber fertig
Kein Einstellungsdschungel, keine leeren Dashboards. Ein ADHS-Kopf verliert sich in überladenen Oberflächen – meiner zuerst.
Freundlich zum schlechten Tag
Keine Schuldgefühle, keine verlorene Serie. Software, die aushält, dass du drei Tage nicht da warst.
Was diese Apps nicht sind.
Die Grenzen gehören in die Beschreibung, nicht ins Kleingedruckte. Sie sind Teil der Glaubwürdigkeit.
- Kein Jira, kein CRM, keine Unternehmens-Wissensdatenbank.
- Keine Echtzeit-Teamarbeit und kein gehosteter Dienst. Wer ein Team hat, betreibt den Server selbst.
- ZimeZumi bietet keine gemeinsame Bearbeitung von Notizen. Auf dem Mac kannst du Inhalte als PDF, HTML oder Markdown exportieren und weitergeben.
- Keine medizinische Anwendung. Die ADHS-Erfahrung prägt die Gestaltung, mehr wird nicht behauptet.
- Kein „besser als“. Alles, was hier drin ist, gibt es woanders auch, vielleicht sogar durchdachter. Was hier funktioniert, funktioniert wegen des Ablaufs, auf den die Funktionen abgestimmt sind – nicht wegen der App.
Das sind persönliche Alternativen, die ich teile, weil sie mir im Alltag helfen. Nicht die besseren Werkzeuge, sondern die passenden.
Einmalkauf. Kein Abo.
Als ADHSler liegt es nahe, die Sachen zu verschenken – helfen war von Anfang an der Gedanke. Es gibt einen Grund dagegen, und er hat nichts mit Geld zu tun.
Kostenlos nimmst du alles mit. Es liegt dann da und hat keinen Wert für dich, und die Motivation, dich wirklich damit zu befassen, wird kleiner. Genau dann, wenn du eigentlich auf der Suche nach dem Werkzeug bist, das deinen Alltag regelt. Ich kenne das von mir selbst: Was ich bezahlt habe, hat einen Platz bekommen und eine echte Chance.
Deshalb: nicht kostenlos, aber in einem Bereich, den sich jeder leisten kann. Einmal kaufen, danach Ruhe. Gerade für kleine Teams, für die Preise pro Kopf nie gepasst haben.
Etwas kaputt, etwas fehlt, etwas hilft dir?
Schreib mir. Rückmeldungen von Menschen, deren Kopf ähnlich arbeitet, verändern diese Apps mehr als jede Roadmap.
Ehrlich mit einer Einschränkung: Ich bin ein kleiner Entwickler und baue entlang meines eigenen Alltags. Eine lange Wunschliste wird nicht abgearbeitet. Wo Rückmeldung am meisten hilft, ist der Ablauf, die Bedienung und die Gestaltung – also alles, was sich beim Benutzen falsch anfühlt. Ich bin kein Designer und kein UX-Entwickler; wenn ihr mir sagt, wie sich etwas für euch anfühlt, hilft mir das am meisten.
Ich hoffe, die Apps bringen euch Farbe und Beständigkeit in eure Gedanken und Projekte.
Much love, Nico
Post Hope Production · Nico Plagemann · Lissabon, Portugal · Telefon +351 924 723 686 · Vollständige Anbieterangaben im Impressum

